Eine Kaution, die einfach nicht zurückkam.
Die Idee zum Kautionsretter ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern bei meinem eigenen Auszug.
Bei meinem letzten Umzug wollte mir meine ehemalige Vermieterin die Kaution nicht zurückzahlen. Das Ärgerliche daran: Die Sache war so eindeutig, wie sie nur sein konnte. Keine Schäden, keine offenen Rechnungen, jede Zahlung sauber belegt. Die Beweislage sprach restlos für mich – und trotzdem kam mein Geld nicht zurück.
Erst als ich ernsthafte rechtliche Schritte einleitete, lenkte sie ein. Ich kenne mich aus und konnte mir selbst helfen. Damit hatte ich Glück. Aber genau in diesem Moment wurde mir etwas klar:
Die meisten Mieter haben dieses Wissen nicht – und lassen es am Ende auf sich beruhen, obwohl das Recht auf ihrer Seite ist.
Sie scheuen den Aufwand, das Kostenrisiko und den Gedanken an einen langen Streit mit ungewissem Ausgang. Und der Vermieter? Der spekuliert nicht selten genau darauf. Diese Lücke zwischen „im Recht sein" und „zu seinem Recht kommen" will ich schließen.
Der übliche Rat lautet: „Geh doch zum Anwalt." Aber genau das ist der Haken. Wer auf die Kaution klagt, zahlt erst einmal selbst – schnell mehrere hundert Euro für Gericht und Anwalt. Und wartet dann oft über ein Jahr auf einen Ausgang, der nie sicher ist. Man soll also Geld und Nerven riskieren, um an Geld zu kommen, das einem längst gehört. Für mich ergibt das keinen Sinn.
Deshalb dreht der Kautionsretter die Sache um: Nicht du gehst ins Risiko, sondern ich. Lukrativ wird das für mich nur, wenn es klappt – geht es schief, trage ich den Verlust. Also übernehme ich nur Fälle, von denen ich wirklich überzeugt bin. Eine Zusage von mir ist damit auch eine ehrliche Einschätzung deiner Chancen – von jemandem, der eigenes Geld darauf setzt, nicht deins.
Der Kautionsretter